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Liebe Mitbürger/innen, Liebe Interessenten
In der Bundesrepublik Deutschland gibt es immer noch viele
weiße
Flecken auf der DSL Landkarte. Der Grund dafür ist, dass die Deutsche Telekom bei der Privatisierung zwar die Telefonleitungen von
der ehemaligen Bundespost geerbt hat, aber nicht den damit verbundenen
Versorgungsauftrag. Daher haben sich in den letzten Jahren viele Bürgerinitiativen gebildet, um für eine bundesweite, flächendeckende Versorgung mit DSL zu
kämpfen. Diese Bemühungen werden z.B. auf
www.kein-dsl.de organisiert
und ausführlich dokumentiert.
Unsere Bürgerinitiative "DSL
für Lohra" ist eine der wenigen erfolgreichen Initiativen in Deutschland im
Kampf um eine vollwertige DSL Infrastruktur. Die Inbetriebnahme der Wireless DSL
Versorgung im Kernort Lohra und Willershausen erfolgte im August 2005, das
zweite Teilprojekt im Verstal wurde im April 2006 fertig. Andere Bürgerinitiativen
müssen sich weiter mit selbst organisierten WLAN Bürgernetzen begnügen.
Oder
immer noch auf
die Telekom warten???
Wir bekommen daher von vielen
Seiten die Anfrage, wie wir das hier in dem kleinen
Lohra geschafft haben. Die Antwort ist einfach: durch ein Zusammentreffen vieler
glücklicher Umstände und sehr viel persönliches Engagement. Dafür möchten wir
allen Beteiligten danken!
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Wir danken den Stadtwerken Marburg, die als Investor unser
Projekt finanzieren und betreiben. Bei der ursprünglich kalkulierten
Investitionssumme von rund 250.000 Euro (genaue Zahlen liegen der Bürgerinitiative
nicht vor) und damals rund 250 Interessenten hätte das kaum ein anderer
Investor getan. Zum Glück für Lohra verfolgen die Stadtwerke langfristige Ziele beim
Ausbau ihrer Tätigkeitsfelder im Marburger Umland und beim Aufbau neuer
Technologien.
Wir danken der Firma hifreak mit Herrn Stefan Koch für
die Konzeption, Organisation und technische Umsetzung der
Funkversorgung. Ohne ihr know how und die geleistete
Arbeit wäre das Projekt "DSL für Lohra" nicht mit dieser professionellen Technik
realisiert worden. Ohne ihre enge Verknüpfung zu den Stadtwerken Marburg wäre die
Suche nach einem Investor zur Finanzierung der Anlagen wesentlich schwieriger
gewesen.
Wir danken dem Vorsitzenden und Motor unserer Bürgerinitiative, Hartmut Gaul, der
von Anfang an unermüdlich für das Ziel gekämpft hat. Bei ihm liefen alle
Fäden zusammen. Er hatte die nötigen Kontakte in der Kommunalpolitik, den zuständigen
Ämtern und zu Sponsoren. Ohne seinen unermüdlichen Einsatz (in den
Spitzenzeiten rund um die Uhr) wäre vieles nicht gelaufen. Unendlich viele
Telefonate und E-Mails mit Anbietern, Gemeindeverwaltung, anderen
Bürgerinitiativen usw. waren monatelang ein full time job. Ohne seine Pressearbeit
wären viele notwendige Kontakte erst gar nicht zustande gekommen. Wann er Zeit
zum Schlafen oder für seinen Beruf gefunden hat, bleibt ein Rätsel.
Wir danken dem ehemaligen Webmaster dieser Website, "Hurrikan" Hartmut
Winter, für seinen einzigartigen Einsatz. Neben den vielen Stunden zur
Gestaltung und Pflege der Website hat er ebensoviel Zeit mit Telefonaten und
E-Mails zur
Beschleunigung der Bauarbeiten verbracht. Beim Spaziergang mit Hund hat er
den optimalen Standort im Kernort Lohra gefunden, der deutlich günstiger liegt,
und zudem schneller und preisgünstiger zu realisieren war als die ursprüngliche
Planung am Sportgelände Hainbuchshöhe. Ohne seine Hausbesuche zur
Beratung der Interessenten wäre die erforderliche Mindestanzahl von Verträgen
nie zustande gekommen.
Wir danken dem Verstal-Repräsentanten der
Bürgerinitiative, Dr. Karl-Heinrich Schmidt, für seinen Einsatz zur Planung und
Realisierung der DSL Versorgung im Verstal und Krebsbachtal. Er war, leider, der
einzige ständige Ortsteilvertreter in der Bürgerinitiative. Ohne seine Kontakte
in den Dörfern, seine Ortskenntnis und ohne seine Engagement wäre die Versorgung
der Ortsteile nicht, oder nur in wesentlich geringerem Umfang, geplant und
umgesetzt worden. Zu diesem Zweck übernahm er ab September 2005 auch die
Gestaltung der Website www.lohra-dsl.de.
Wir danken der Technikgruppe der Bürgerinitiative um Peter
Keller für die vielen Stunden bei der Suche nach einer geeigneten Technik zur
DSL-Versorgung. Ohne dieses technische Wissen wäre die Entscheidung wohl nicht
zugunsten der professionellen W-DSL Lösung mit der Fa. hifreak gefallen.
Wir danken den Initiatoren der Bürgerinitiative, Tamino Gaul, Benno
und Martin L. Die drei Jugendlichen haben im Frühjahr 2004 endlich was
unternommen und eine Unterschriftenaktion in Lohra gestartet. Der
Telekom wurden damals über 500 Unterschriften vorgelegt, allerdings ohne
die beabsichtigte Wirkung. Genausowenig wie die regelmäßigen
Verfügbarkeitsanfragen im T-Punkt oder entsprechende Anfragen per Brief in den
Jahren davor.
Wir danken den Beteiligten der Nachfolgeaktion im Sommer 2004, die alle
Ortsschilder der Kerngemeinde mit dem Hinweis "DSL freie Zone dank Telekom"
versehen haben. Das brachte bundesweites Aufsehen, hat die Telekom aber auch
nicht beeindruckt. Man braucht viel Hartnäckigkeit, um über Jahre am Ball zu
bleiben.
Wir danken den örtlichen Ansprechpartnern der Bürgerinitiative für ihr
Engagement in den einzelnen Ortsteilen. Nicht zuletzt ihnen ist es zu verdanken,
dass wir die von den Stadtwerken Marburg geforderte Mindestanzahl von Verträgen
in so kurzer Zeit erreicht haben. Viele Interessenten hatten Fragen zum Preis,
zur Technik, zur Sicherheit und zur Gesundheitsbelastung, die man in jedem
Einzelfall diskutieren musste. Auch die allgemeine Skepsis "ob das Funk-DSL
wirklich gebaut wird und ob es dann auch funktioniert" musste in vielen
Gesprächen geklärt werden. Zeitungsbeilagen und E-Mail Rundschreiben haben da nur
wenig gebracht.
Wir danken dem Bürgermeister Hermann Brand und allen politisch
Verantwortlichen im Gemeindevorstand, Gemeindevertretung und den Ortsbeiräten.
Die kommunalen Gremien haben unser Projekt von Anfang an unterstützt und
gefördert. Sie konnten die Entscheidungen vieler Behörden in unserem Sinne
beschleunigen.
Wir danken den Ortsvorstehern der einzelnen Ortsteile, die uns bei der
Standortsuche für die Funkmasten mit der notwendigen Ortskenntnis und den
Besitzverhältnissen sehr behilflich waren. Alle politischen Gremien erhoffen
sich von der neuen Infrastruktur eine Verbesserung der Lebensqualität in den
Ortsteilen und eine Standortverbesserung für die ortsansässigen Betriebe.
Wir danken allen Kunden und Interessenten für ihren großen
Vertrauensvorschuß. Sich in unsere Interessentenliste einzutragen, hat nichts
gekostet. Aber den Vertrag mit den Stadtwerken Marburg im Voraus zu
unterschreiben, hieß, die Katze im Sack zu kaufen. So gab es viele Skeptiker, die
bezweifelten, ob die DSL Funkversorgung in Lohra zustande kommt und ob sie den
Beschreibungen auf unserer Website bzw. unseren Info-Veranstaltungen entspricht.
Letztendlich "danken" wir auch den Vertretern der Telekom, Klaus-Peter
Raacke und Patrick Faber, die den Mut hatten, in unserer Bürgerversammlung am
16.12.2004 die Geschäftspolitik der Telekom zum DSL Ausbau vorzustellen.
Ihre Erklärung, dass "die Verstärkung der Telefonkabel für Lohra 1,4 Mio. Euro kostet
und sich diese Investition nicht innerhalb eines Jahres rechnet", hat bei
allen DSL Interessenten in Lohra die
Hoffnung auf die Deutsche Telekom endgültig begraben.
Damit starb auch die Hoffnung auf die preisgünstigen DSL Tarife der Telekom
Konkurrenz.
Aber wir sind ja nun nicht mehr auf die Telekom angewiesen und können uns die
Telekom-Gebühren sparen.
Ihre Bürgerinitiative
DSL für Lohra August 2006
P.S.: Dieser Dank an alle Beteiligten bedeutet nicht das Ende der
Bürgerinitiative! Auch nach
Fertigstellung der DSL Funkversorgung bleibt noch viel
zu tun. Die Preisgestaltung ist weiterhin ein wichtiges Thema,
spätestens nach Ablauf der ersten 24 Monate. Die Durchsetzung weiterer
Infrastruktur Projekte nach dem DSL Vorbild wäre ein wichtiger Beitrag zur
Förderung der Lebensqualität in unserer Gemeinde, besonders in den
kleinen Ortsteilen. Hier möchten wir alle Betroffenen auffordern, sich mit
zu engagieren!
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