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Netzwerk-Router Übersicht
Ein Netzwerk-Router ermöglicht die Verbindung mehrerer PCs zu einem Heimnetzwerk.
Über ein angeschlossenes DSL-Modem (wie z.B. das
Funkmodem) verbindet der Router alle angeschlossenen PCs automatisch mit dem Internet.
Gleichzeitig schützt die in jedem Router eingebaute Firewall die angeschlossenen Rechner vor Zugriffen
von außen. Wir empfehlen daher auch bei nur einem PC die Verwendung eines Routers!
Netzwerk-Router gibt es in allen Formen und Preisklassen.
Die meisten als "Router" bezeichneten Geräte sind Kombigeräte,
die neben der reinen Routerfunktion noch weitere Funktionen enthalten.
Die nachfolgende Übersicht unterscheidet die Vielfalt der Modelle
daher grob nach den enthaltenen Zusatzfunktionen.
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Das wichtigste Kriterium für
Kunden ist, dass der Router kein eingebautes DSL Modem enthalten darf!
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Ohne Router
Es geht auch ganz ohne Router. Dann verbindet man den Computer direkt mit dem
Funkmodem. Voraussetzung dazu ist, dass das
Betriebssystem eine Firewall enthält, wie z.B. MS Windows XP mit Service Pack 2
oder 3 oder MS Windows Vista. In diesem Fall müssen die Zugangsdaten der
Stadtwerke Marburg für das PPPoE Protokoll wie folgt auf dem Rechner
hinterlegt werden:
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Einrichtung einer PPPoE-Verbindung unter Windows XP™ (SP2)
> Start > Einstellungen > Systemsteuerung
> Netzwerkverbindungen > Assistent für neue Verbindungen
In dem Assistenten wählt man Schritt für Schritt folgende Einstellungen aus:
o Verbindung mit dem Internet herstellen
o Verbindung manuell einrichten (DFÜ Verbindung)
o Verbindung über eine Breitbandverbindung, die Benutzername und Kennwort erfordert (PPPoE)
o Name des Internetanbieters „City-Net Marburg“ (o.ä.)
o Kundennummer und Kennwort der Stadtwerke Marburg eintragen
o Kontonamen und Kennwort für alle Benutzer des Computers verwenden
o Verbindung als Standardinternetverbindung verwenden
o Verknüpfung auf dem Desktop hinzufügen
o Fertig
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Zusätzlich sollte man alle nicht benötigten Protokolle in der LAN-Verbindung abschalten.
Wichtig: Diese Breitband-DFÜ-Verbindung muss auf dem Rechner wieder gelöscht werden,
wenn man später doch einen Router zwischen Rechner und
Modem schaltet.
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Standard Router
Ein Router ist die Verbindung zwischen einem
Heimnetzwerk (local area network, LAN) und einem
Weitverkehrsnetz (wide area network, WAN). Schon die einfachsten Router (in der Preisklasse von 10 - 20 Euro) enthalten einen Switch,
um mehrere Computer im Heimnetzwerk miteinander zu verbinden. Für die
Verbindung zum DSL-Provider benötigen Standard Router ein DSL-Modem, das
extern angeschlossen werden muss. Sie eignen sich damit ideal für den
Anschluss.
In der Installationsanleitung zum
Funkmodem wird der Router 7004VBR von SMC als Beispiel benutzt.
Wie fast alle Standard Router, besitzt der SMC Router vier LAN Anschlüsse (4-Port-Switch) zum Anschluss der PCs und einen
WAN Anschluss für das
Modem.
Wichtig ist bei der Routerwahl, dass der Router das PPPoE Protokoll unterstützt,
damit er sich mit Kundennummer und Kennwort beim Internet Provider (Stadtwerke Marburg)
authentifizieren kann. Dieses PPPoE Protokoll wird von allen gängigen Routern unterstützt.
Selbst der einfachste Router verhindert durch die eingebaute Firewall Software,
dass ungebetene Gäste aus dem Internet Zugriff auf die angeschlossenen Rechner im Heimnetz bekommen.
Telefonieren: Wer so einen einfachen Router besitzt,
muss nicht auf die Internet-Telefonie verzichten.
Durch Anschluss eines IP-fähigen Telefons, wie z.B. das
Siemens
Gigaset C470 IP, läßt sich jeder Router auch zum Telefonieren benutzen.
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WLAN-Router
WLAN Router sind vor allem für Notebook Besitzer interessant, da alle modernen
Notebooks mit einem WLAN Empfänger ausgestattet sind. Mit einer Wireless-LAN
Verbindung entfällt die lästige Verkabelung, und man kann bequem vom Sofa aus
im Internet surfen.
Geeignete WLAN Router gibt es in der Preisklasse von 25 - 40 Euro.
Diese Geräte haben die gleiche Grundfunktion wie die Standard Router.
Zusätzlich enthalten WLAN-Router einen Wireless-LAN Access-Point.
Dadurch können neben den direkt verkabelten Rechnern beliebig viele weitere Rechner per Funk mit dem
Heimnetzwerk und dem Internetzugang verbunden werden.
Stellvertretend für viele ähnliche Modelle stehen hier die beiden Modelle
TL-WR542G von TP-Link und
SNB5600 von Philips.
Beide besitzen neben vier LAN Anschlüssen (PCs) und dem WAN Anschluss (für das
Modem) eine Antenne für den WLAN Funkbetrieb mit den angeschlossenen Rechnern.
WLAN Sicherheit:
Wichtig bei der Auswahl eines WLAN Routers ist die Abhörsicherheit.
Die alte WEP Verschlüsselung kann von modernen Rechnern in kurzer Zeit geknackt werden.
Der WLAN Router sollte daher die moderne WPA und WPA2 Verschlüsselung
mit TKIP Protokoll und PSK Authentifizierung unterstützen.
Verantwortungsvolle Hersteller liefern ihre Geräte so aus, dass die WPA Verschlüsselung
schon ab Werk aktiviert ist. Dies erschwert die erstmalige Anmeldung eines Notebooks
(oder anderer WLAN Geräte) am Router, denn dazu muss man den WPA Schlüssel am
Router auslesen und im Notebook als Kennwort eintippen.
Umständlich, aber doppelt sicher, ist es, wenn im Router zudem der MAC Adressenfilter aktiv ist.
Dann muss man zuerst die MAC Adresse des Notebooks im Router eintragen, damit
das Notebook vom Router akzeptiert wird.
Ist dagegen die Verschlüsselung ab Werk nicht aktiv,
kann sich jedes Notebook ohne Aufwand sofort einbuchen.
Das ist bequemer, man vergisst aber oft, die Verschlüsselung später zu aktivieren.
Ohne Verschlüsselung und ohne MAC-Filter könnte auch der Nachbar unbemerkt mitsurfen. WLAN
Geschwindigkeit: Alle gängigen WLAN Router arbeiten nach dem IEEE 802.11b
(11MBit/s) und IEEE 802.11g (54MBit/s) Standard. Das ist weit mehr als als die
1-3Mbit/s, die der
Anschluss liefert. Schnellere WLAN Router nach IEEE 802.11g++ (108MBit/s) und
IEEE 802.11n (540 MBit/s, ab 2009) sind daher nur sinnvoll, wenn man das WLAN
Heimnetz auch für interne Datenübertragung nutzt (Video oder Musik im ganzen
Haus).
Telefonie: An den WLAN Router lässt sich jedes beliebige WLAN Telefon anschließen.
WLAN Telefone bieten deutlich mehr Komfort als herkömmliche Schnurlostelefone nach DECT
Standard. Die meisten auf dem Mark befindlichen WLAN Telefone sind sogenannte WLAN
Handys, mit denen man wahlweise per WLAN oder per Mobilfunk telefonieren
kann.
Auch mit dem FRITZ!Mini
nutzt man das heimische WLAN Netz nicht nur zum Telefonieren. Über die WLAN Verbindung kann man überall in der Wohnung Musik hören
(aus dem Internet oder von der Festplatte eines angeschlossenen Rechners).
Auch Email, RSS Feeds und Podcasts lassen sich auf dem FRITZ!Mini
abrufen.
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VoIP-Router
Telefonie und Internet sind sowohl technisch als auch vertragsmäßig oft eng verbunden.
Einige Modelle vereinen daher Router und Telefonanlage in einem Gerät.
Das günstigste Gerät in dieser Klasse ist der Broadband Voice Adapter TA612V von NETGEAR.
Neben dem WAN Anschluss für ein externes DSL-Modem bietet es nur einen einzigen LAN Anschluss für den Rechner.
(Für mehrere Rechner kann man hier einen externen Switch anschließen.)
Dafür lassen sich zwei analoge Telefone anschließen, mit denen man übers Internet telefonieren kann.
Ein Festnetzanschluss ist nicht vorgesehen.
Für Single-Haushalte mit
Anschluss und sipgate.de VoIP-Account ist dieser Telefonadapter eine interessante Lösung.
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DSL-Router !!! nicht geeignet !!!
Achtung:
Router mit eingebautem DSL-Modem funktionieren nicht mit dem
Funkmodem!
Die meisten Router im Handel enthalten ein eingebautes ADSL-Modem. Dies ist eine
sehr gängige Kombination, wie sie für den vorherrschenden T-DSL Anschluss benötigt wird.
Man muss daher im Elektronikmarkt of lange suchen, bis man einen Router ohne ADSL-Modem findet. Wegen des integrierten ADSL-Modems ist kein WAN Anschluss für ein externes Modem vorgesehen.
Router mit DSL-Modem sind am
Anschluss nur dann geeignet, wenn sich das interne Modem abschalten lässt
(wie z.B. beim Topseller AVM Fritz!Box 7170).
Z.B. findet man im
sipgate VoIP Shop
zum Siemens Gigaset SX541 WLAN DSL den Hinweis: "Das integrierte Modem des SX541 lässt sich nicht deaktivieren,
so dass es für die Nutzung an einem Kabelanschluss nicht geeignet ist." Diese Aussage gilt genauso für den
Anschluss.
Vorsicht bei Routern der Marke Speedport
(die Hausmarke der Deutschen Telekom).
Diese Router sind ausschließlich für den Betrieb an einer Telekom
Anschlussleitung konzipiert. Das eingebaute ADSL Modem läßt sich bei den
Speedport Routern
nur mit sehr viel Aufwand
(falls überhaupt) deaktivieren.
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Alles-in-einem-Router
Die Geräte der Topklasse (über 100 Euro) vereinen alle zuvor genannten Funktionen.
In diesen Routern sind DSL-Modem, Switch, WLAN
und Telefonanlage für Festnetz und VoIP enthalten.
Marktführer für diese Alleskönner ist der Berliner Hersteller AVM.
Besonders bei dieser Geräteklasse muss man darauf achten, dass das eingebaute DSL-Modem abschaltbar ist.
Nur dann kann man das
Modem der Stadtwerke Marburg daran betreiben.
An diesem Kriterium scheitern nahezu alle Geräte, wie z.B. das Siemens Gigaset SX541 WLAN DSL (siehe oben).
Selbst bei den Fritz!Boxen muss man genau unterscheiden. Nur bei den Modellen
Fritz!Box FON WLAN 7050,
Fritz!Box FON WLAN 7170 und
Fritz!Box FON WLAN 7270
ist das DSL-Modem abschaltbar.
Einen WAN Anschluss (wie bei den Standard Routern) gibt es bei den
Fritz!Boxen nicht.
Stattdessen wird einer der vier LAN Anschlüsse zum WAN Port umfunktioniert.
Dazu muss in der Fritz!Box Benutzeroberfläche die Einstellung "Internet über LAN1"
gewählt werden. (Eine aktuelle Liste aller
geeigneten Fritz!Box Modelle findet man im AVM
Service Portal).
Alle anderen AVM Fritz!Box Modelle (wie z.B. die
Fritz!Box WLAN 3170) sind, wie die Geräte anderer Hersteller, ungeeignet für den
Anschluss.
Bei der beliebten Fritz!Box FON WLAN 7170
muss man zusätzlich auf die Seriennummer
achten, wenn man ein gebrauchtes Gerät im Internet ersteigern möchte. |
Links zu Routerproblemen
Wer sich für ein bestimmtes Router Modell interessiert, sollte in unserem
Lohra-DSL Forum
nach diesem Modell suchen, um von der Erfahrung anderer Nutzer zu profitieren.
Einen noch größeren Erfahrungsaustausch über DSL-Router findet man im
IP-Phone-Forum.
Leider kennt dort niemand das
Funkmodem der Stadtwerke Marburg. Aber wenn dort z.B. über die Probleme eines
Routers mit einem Kabelmodem oder dem Sphairon Router von Alice
diskutiert wird, dann gelten die Aussagen genauso für das
Modem.
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