Mahnmal für das vergessene Hinterland

Mitten auf dem Rastplatz an den Sieben Wegen befindet
sich der BP Markierungsstein Nr. 24. Der Stein ist ziemlich klein und
unauffällig und wird von den rastenden Wanderern kaum wahrgenommen. Trotzdem
erklären wir diesen Stein hiermit zum Mahnmal für die Vernachlässigung der
Landbevölkerung durch die Deutsche Telekom AG.

Dieses Mahnmal soll alle Verantwortlichen daran erinnern, dass die Privatisierung
von Staatseigentum (Telekom) - gekoppelt mit betriebswirtschaftlichen Zielen
(Rendite) statt volkswirtschaftlicher Aufgabe (flächendeckende Infrastruktur) -
zu einem Verfall von Wirtschaft und Lebensqualität im Hinterland führen kann.
Das Beispiel "DSL für Lohra" zeigt sehr anschaulich, wie Lohra ohne
schnelles Internet (VDSL) und multimedialen Mobilfunk (UMTS) der technischen
Entwicklung um Jahre hinterherhinkt. Dabei steht Lohra nur als Beispiel für
viele Kommunen auf dem Land, die das gleiche Schicksal erleben.
Sieben Wege für eine bessere Zukunft
Ohne öffentliche Verantwortung für die Wasser- und Stromversorgung, ohne
Straßenbau bis in die entlegendsten Ecken des Landes sind weder die großen
Städte noch die kleinen Dörfer lebensfähig. Das ist die Aufgabe der Kommunen,
Länder und des Bundes. Aber auch die privaten Stromversorgungsunternehmen in
Deutschland haben eine Verpflichtung zur Versorgung aller Bürger. Sie können
sich nicht auf die renditeträchtigen Großbetriebe konzentrieren. Genau die
gleiche Verpflichtung muss auch für die Telekommunikationsbranche gelten.
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